Forenbeiträge

Allgemeines

Warum unsere Entwicklung stagniert

Ich frage mich oft, ob schon im Mittelalter der Mensch das Fliegen hätte lernen können. Ob bereits im 17. Jahrhundert eine Rechenmaschine die Wirtschaft eines Königreiches analysieren könnte oder ob ein Atomkraftwerk nicht schon vor 200 Jahren hätte gebaut werden können? Könnte das Auto wirklich nicht schon 100 Jahre vorher erfunden werden?

Wir kennen alle diese Fantasy oder Sci-Fi Filme, in denen hinter historischer Kulisse moderne Technik werkelte. Allen Voran Jules Verne. Er schickte seine Helden mit U-Booten über die Meere, die erst viel später gebaut wurden. Oder Laser-Kanonen im versunkenen Atlantika. Sind diese Ideen wirklich so versponnen?

Nein. Bereits die Babylonier erzeugten und nutzten Strom. Lange bevor Faraday mit aus Blitzen gewonnenem Strom experimentierte. Die Bagdad-Batterie ist ein Tongefäß, das 1936 von Wilhelm König bei Ausgrabungen nahe Bagdad gefunden wurde. Da es einen Kupferzylinder und ein Eisenstäbchen enthält, gibt es Spekulationen, dass bereits vor 2000 Jahren als Batterie gedient haben könnte, als Elektrizität nach bisherigem Wissensstand eigentlich noch unbekannt war.

Wer hat nicht von Leonardo da Vinci gehört? Jahrzehntelang skizzierte er im 15. Jahrhundert unter anderem Fluggeräte, die den heutigen Hubschraubern gleichen. Auch soll er Flugübungen mit einem Segelfluggerät durchgeführt haben.

Das sich die 2000 Jahre alten Batterien der Babylonier und die Hubschrauber von Da Vinci nicht durchgesetzt haben, liegt einfach an den damals verfügbaren Technologien. Wenn eine Batterie so groß wie ein 20 Liter Eimer war und nur 1,3 Volt lieferte, war damit kein Blumentopf zu gewinnen. Und so gut auch die Theorien von Da Vinci für einen Hubschrauber waren, es mangelte an einer Kraftquelle. Die Grundlagen waren damals da. Aber es fehlten stets bestimmte Komponenten, die eine nachhaltige Entwicklung verhinderten.

Einen Laser hätte man auch schon im Mittelalter produzieren können. 2.000 Jahre alte babylonische Batterien wären die Stromquelle. Ein Glaskolben war auch schon damals schnell geblasen und Kupferbleche gab es zur Genüge. Was fehlt, wäre ein Transformator, der 40.000 Volt liefert. Das hätten unsere Urahnen aber auch hinbekommen.

Was ich sagen will - jede technologische Epoche hat ihre Grenzen. Die Bürger vor 2000 Jahren waren zwar pfiffig, hatten Batterien, konnten mit ihrer Technologie aber keinen Blumentopf gewinnen. Die Leute im Mittelalter, all die Alchimisten, hatten gute Idee, aber mit dem Werkstoff Holz und Eisen konnte man keinen Mikrochip erzeugen. Heute, im Jahre 2010, wähnen wir uns ebenso in einer hochtechnologischen Situation. Mit unseren Mikrochips und Nano-Materialien bilden wir uns ein die Welt erobern zu können. Das läuft aber nicht so. Die Natur ist unserer Technologie immer noch haushoch überlegen. Unsere Versuche, den Fortschritt voran zu treiben, scheitert einfach an unserer technologischen …. Beschränktheit. Intel produziert angeblich leistungsstarke Prozessoren, die sind aber so Scheiße, da sie nicht einmal einen Einzeller simulieren können. Die beste CPU’s unserer Zeit hat keine Chance gegen ein Bakterium. Jedes Bakterium, und davon gibt es Milliarden mal Milliarden, ist leistungsfähiger als ein 10.000 Euro PC. Es ist, als ob wir mit Holz und Lehm Adam & Eva reproduzieren wollen.

Mit unserer Silizium-Technologie können wir keinen Blumentopf gewinnen. Nicht das Weltall besiedeln. Das ist so frappierend, wie der Versuch einen Atommeiler aus Holz und Lehm zu errichten.

Die Lösung liegt in der Bionik. Die Bionik beschäftigt sich mit der Entschlüsselung von „Erfindungen der belebten Natur“ und ihrer innovativen Umsetzung in der Technik. Die Bionik ist ein interdisziplinärer Bereich, in dem Naturwissenschaftler und Ingenieure sowie bei Bedarf auch Vertreter anderer Disziplinen wie etwa Architekten, Philosophen und Designer zusammenarbeiten.

Mit unseren primitiven Silizium-Schaltungen kommen wir nicht weiter. Unsere aktuelle Technologie ist einfach nur ein Witz, nicht einmal die Kopie der Natur. Wir müssen einen technologischen Sprung absolvieren. Wir könnten die Integrationsdichte von Schaltkreisen erhöhen. Damit wären wir aber nicht intelligenter. Sondern nur technologisch ausgereifter, fehlerfreier in der Produktion von Silizium Konstrukten.

Um das ganze abzukürzen: Eine andere Technologie muss her und die besteht in der Biotik. U-Boote aus Stahl zu produzieren ist Blödsinn. Jeder Waal ist effizienter als ein U-Boot. Zukünftige U-Boote werden künstlich aus der DNA von Walen gefertigt. Raumschiffe – sie werden aus organischen Material produziert. Mit unserer heutigen Technologie können wir baden gehen. Wir müssen den Sprung von der Silizium-Technologie zu einer neuen Evolutionsstufe schaffen.





Sachgebiet


© 2009-2012 by Alojado Publishing. Alle Rechte vorbehalten. Ausgewiesene Marken gehören ihren jeweiligen Eigentümern.
Mit der Benutzung dieser Seite erkennen Sie die Nutzungsbedingungen und die Datenschutzerklärung an. Der Betreiber übernimmt keine Haftung für den Inhalt verlinkter externer Internetseiten.
Seite erzeugt 2012-05-22 08:19:52 von textarchiv.alojado.de