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Standard-Software

Testen von MS-Word Makros

Letzte Aufgabe beim Schreiben eines Makros ist der Test, ob das Makro auch wirklich das tut, was es tun soll. Diese simple klin­gende Angelegenheit ist leider etwas aufwendiger als es den An­schein hat. Der Autor hat schon manche schlaflose Nacht damit verbracht, scheinbar harmlose Makros zu verifizieren. Denn ein­mal ausgestestete Makros sollten universell einsetzbar sein, das heißt: Es sollte keine Ausnahme von der Regel geben, die nicht explizit erfaßt und korrekt verarbeitet wird. Dies gilt unso mehr, wenn in Makros Betriebssystembefehle ausgeführt werden. Auch die größte Festplatte läßt sich mit einem kleinen Makro total leer­räumen.

<ESC> unterbricht die Makroausführung
Glücklicherweise gibt es für solche Fälle eine "Paniktaste": Mit <ESC> läßt sich jedes Makro unterbrechen. WORD fragt dann nach, ob das Makro weiter ausgeführt oder abgebrochen werden soll.

Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten, ein Makro zu testen. Bei kurzen Befehlsfolgen, die keinen Schaden anrichten können, kann mam es ruhig mit der Holzhammermethode versuchen: Starten Sie das Makro und überprüfen Sie, ob es wirk­lich das getan hat, was es hätte tun sollen. Richten Sie Ihr Augenmerk ins­besondere auf:

- Richtigkeit der Tätigkeit
- Völlständigkeit der Tätigkeit

Ist beides korrekt abgelaufen, sollten Sie ferner überprüfen, ob Ihr Makro auch allen Eventualitäten des täglichen Lebens standhält. Setzen Sie das Makro auf Ausnahmen an. Füttern Sie das Makro bewußt mit falschen Daten oder beginnen Sie mit der Ausführung an einer völlig ungeeigneten Stelle, ggfs. das Ende der Datei. Ver­hält sich das Makro noch immer korrekt?

Einzelschrittmodus
Komplexe Makros lassen sich natürlich auch auf diese Weise testen. Je nach Umfang der Planung wird das Resultat einiger­maßen zufriedenstellend sein. Allerdings führt jetzt kein Weg an einer gründlichen Testphase vorbei.

Führen Sie Sie das Makro im Einzelschrittmodus aus. Diesen akti­vieren Sie mit <Ctrl F3>. WORD arbeitet das Makro jetzt Schritt für Schritt ab. Nach jedem Einzelschritt wartet WORD bis Sie ir­gendeine Taste (außer natür­lich <ESC> oder <Ctrl F3>) drücken. Beobachten Sie genau, was das Makro macht und voll­ziehen Sie jede Tätigkeit nach.

 

 

Probieren geht über Studieren

Nach so viel Theorie ist es an der Zeit, das Gelernte auszuprobie­ren.

Kümmern wir uns zunächst um meinen Lieblingsfehler beim Ein­geben von Texten: das Verdrehen von Buchstaben. Aus einem "ei" wird schnell ein "ie" und umgekehrt. Will man diese Verdreher korrigieren, sind unter WORD gleich vier Eingaben nötig:

1. Cursor auf erstes Zeichen der Gruppe
2. Zeichen löschen
3. Cursor nach rechts
4. Zeichen neu einfügen

Mit einem Makro läßt sich dieser Vorgang auf eine Taste reduzie­ren, wobei vorausgesetzt wird, daß der Cursor auf dem ersten Zeichen steht:

<Lösch>
<Rechts>
<Einf>

Damit dieses Makro auch tatsächlich mit einem Tastenanschlag aktiviert werden kann, muß ein Steuercode an den Namen ange­hängt werden. Ich habe dieses Makro wie folgt benannt:

verdrehen.mak^<ctrl D>

Die Endung ".mak" macht deutlich, daß es sich um ein Makro han­delt. Das Anhängsel "^<ctrl D>" definiert die Tastenkombina­tion <ctrl D> als Auslöser für dieses Makro. Diese Kombination ist in der Regel leicht zu erreichen. Probieren Sie es einmal aus!

 

Spesenabrechnung


Wagen wir uns nun an ein komplexeres Projekt heran: Eine Spe­senabrechnung. Das Projekt besteht aus zwei Teilen:

1. Generieren des Formulars
2. Makro zum automatischen Berechnen

Das Formular sollte kein großes Problem darstellen. Beachten Sie bitte die beiden Marken "@Hotel" und "@Summe", die für die Steuerung des Makros verwendet werden.

Der Rest des Formulars besteht aus Tabulator-Einstellungen mit Einsprungmarken, die versteckt formatiert werden.

Das Formular wird als Textbaustein abgelegt, damit es jederzeit verfügbar ist.

 

Formular Spesenabrechnung


((   hier irgendwo leeres Formular Spesenabrechnung einfügen ))

 

Die Aufgabe des Makros besteht darin, die Zeilensummen zu errechnen und in der rechten Summenspalte einzutragen. An­schließend soll das Formular ausgedruckt werden. Dabei ist je­doch Vorsicht geboten, denn bei Laserdruckern, die in der Re­gel mit Softfonts arbeiten, muß damit gerechnet werden, daß vor dem Druck abgefragt wird, ob die externen Schriftarten ge­laden werden sollen. Diese Abfrage ist zu berücksichtigen, so daß diese Zeile ggfs. an den jeweileigen Drucker angepaßt wer­den muß.

<Umschalten Ctrl Unt><Unt>

<Umschalten F10><links>
<unt>s@Hotel<return>

 

<pos1><F8>

  <Ctrl B><Umschalten F6><Ende><F2>
  <Ende><Einf>
  <ctrl E><F6><ende><links><F6>
 
 
  <ende><F7><F7>
 
 
 
     <ende>
     «,00"»
 
  <Unten><Pos1><F8>

 

<ende>

 

<ende><F7><F7>

<ende>
«,00"»

 

<unt>dd

 

Damit das Makro schnell aktiviert werden kann, benennen Sie es am besten so:

spesen.mak^<ctrl R>S

Aktiviert wird das Makro dann per <ctrl R>S, was als die In­itialen von Reisespesen eine gute Gedächtnisstütze ist.

 

Das fertig ausgefüllte Formular macht alles in allem eine guten optischen Eindruck und ist übersichtlich dazu. Bleibt zu hoffen, daß das Finanzamt die Spesen anerkennt...





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