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Raucher = Randgruppe?
Ich bin Raucher. Inzwischen.
Jahrelang war ich ein militanter Nicht-Raucher. Nun hat es mich erwischt. Finde ich nicht schön, aber die Sucht hat einen gepackt. Aber wann, oder für was müsste man dieses Ding einstellen? Ich frage mit Hintergedanken an meinem Sohn. Er ist 7 Jahre alt, ich bin 43 und schon auf der Abschussliste. Will ich wirklich, dass ich abkratze und mein Sohn keinen Papa mehr hat, nur weil ich so absolut blöde bin und mir die Freiheit einer Kippe leisten will? He, ich rauche gern, ich bin abhängig (denke ich mal). Ich will auch nicht mit dem Rauchen aufhören. Ich nehme das Thema nicht für wichtig. Aber will ich wirklich, dass mein Sohn ohne Papa aufwächst, nur weil ich so scheiß borniert bin? Ich glaube, wenn man Papa ist, hat man einen guten Grund mit dem rauchen aufzuhören. Ob man es kann - keine Ahnung. Ich kann es offenbar nicht. Aber ich würde gern.
Die Gruppe "Randgruppe Raucher" wirkt auf mich etwas. nun ja ..... idiotisch.
Na klar soll jeder rauchen soviel er will und es ist seine eigene Entscheidung. Wer rauchen will, so wie ich, soll es tun. Aber diese Thematik ist vielschichtig. Was man seinem Körper antut ist eine eigene Entscheidung. Oder wenn man nicht glaubt, das rauchen schädlich ist. Es nicht verinnerlicht. So wie ich.
Aber fasst jeder Raucher ist Teil einer Gemeinschaft. Wenn Du früher stirbst, weil du rauchst, gucken andere in den Ofen (des Krematoriums).
Deine Eltern, die länger leben als Du, Deine Frau, Dein Kind, Deine Freunde.
Und nun sagt mir mal, es ist Euch scheißegal, ob Eure Kinder, eure Frauen und Männer oder Eltern trauern, weil ihr abkratzt. Ihr habt ein Kind? Ihr wollt, dass es ohne Papa seine erste Party macht?
Also ich weiß nicht. Ich bin ein Raucher. Ich komme davon auch nicht los. Leider. Aber so eine blöde Überschrift wie "Randgruppe Raucher" ist einfach völlig..... mir fehlen die Worte... bescheuert. Sollen Andere uns bemitleiden, weil wir eine Randgruppe sind?
Sollen wir bemitleidet werden, weil wir anderen Schmerz und Trauer bereiten? WIR sollten eher uns fragen, wie wir von dem Scheiß loskommen, anstatt uns diskriminiert zu fühlen. Es ist eine Sache, dass wir bewusst den Frühtod suchen. Es ist eine andere Sache, was wir damit unseren Mitmenschen Verlustängste und Trauer bescheren.
In diesem Sinne - ihr Hardcore "Randgruppen Raucher" habt alle was am Schwimmer. Wie kann man eine Sucht glorifizieren? So was kann nur von Leuten kommen, die entweder unter 14 sind, oder nie eine Familie hatten.