Computer & Technik
Standard-Software
Operatoren und Grenzen von MS-Word Makros
Makro-Programme dürfen alle üblichen mathematischen und logischen Operatoren enthalten.
Zur Verfügung stehen also:
+,-,/,* die Grundrechenarten
= Gleich
<> Ungleich
< Kleiner
<= Kleiner oder gleich
> Größer
>= Größer oder gleich
UND Logisches "und"
ODER Logisches "oder
NICHT Logisches "Nicht" |
Für komplexe Ausdrücke stehen auch die runden Klammern zur Verfügung, um die Hierachien festzulegen.
Grenzen von Makros
Maximal 32767 Zeichen
Alles hat seine Grenzen, so auch die Makro-Sprache in WORD. Ein WORD-Makro darf höchsten 32 KByte = 32767 Zeichenlang sein. Um diese Größe zu erreichen, müßten Sie aber schon über 400 Zeilen mit je 80 Zeichen eingeben. Ein solches Makro wäre (sofern überhaupt verifizierbar) ein Abenteuer, in das Sie sich lieber nicht stürzen sollten. Vertrauen Sie vielmehr auf die Fähigkeiten der strukturierten Programmierung. Erstellen Sie möglichst viele kleine Makros, die jedes für sich nur eine ganz spezielle Aufgabe erledigt und perfekt ausgetestet werden kann. Diese Makro-Sammlung ist der Grundstock für komplexe Anwendungen. Denn Sie können Makros verschachteln. Das heißt, Makro A ruft Makro B auf. Im Extremfall ruft Ihr Makro nur noch andere auf, erledigt selbst aber gar keine konkrete Aufgabe, sondern verwaltet und delegiert nur.
Allerdings dürfen Sie Makros nur auf bis zu 16 Ebenen schachteln. Damit lassen sich aber trotzdem gut strukturierte Makros programmieren. Denn 16 Ebenen sind eine ganze Menge! Sie sollten es vermeiden, mehr als 3 Ebenen zu verwenden, da der Aufwand für das Testen derart stark verschachtelter Makros, die möglicherweise selbst geschachtelt sind, überdurchschnittlich stark ansteigt.
Autoexec-Makros
Eine besondere Art der Makros sind die sogenannten Autoexec-Makros. Programmtechnisch gesehen unterscheiden sie sich nicht von normalen Makros. Wohl aber im Verhalten.
Wie der Name bereits andeutet, handelt es sich um selbstaktivierende Makros, die Sie nicht explizit aufrufen müssen. Die Makros rufen sich selbst auf.
Jede Textbausteindatei darf exakt ein Autoexec-Makro haben. Wann immer der Textbaustein geladen wird, also auch beim Start von WORD, wird dieses Makro automatisch ausgeführt. Damit lassen sich viele Standard-Aufgaben lösen. Zum Beispiel das korrekte Installieren eines Druckers, wenn mit WORD verschiedene Drucker angesteuert werden.
Beim Schreiben eines Briefes kann es dann schon einmal passieren, daß gerade der falsche Druckertreiber geladen ist. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn zuletzt mit dem anderen Treiber gearbeitet wurde, da WORD sich immer die letzte Einstellung merkt.
Ein Autoexec-Makro kann hier eingesetzt werden, um gleich beim Start von WORD auf den richtigen Drucker zu schalten, den richtigen Papierschacht anzuwählen und vieles mehr.