Computer & Technik
Standard-Software
MS-Word Utility MakePrd
Mit MakePrd kann man alle Word-Druckertreiber in einen lesbaren ASCII-Text umwandeln. Dies ist besonders wichtig, wenn der vorliegende Druckertreiber fehlerhaft ist oder nicht alle Möglichkeiten des Druckers ausnutzt. In diesem Fall kann man die Textdatei bearbeiten und mit MakePrd wieder zu einem Druckertreiber zurückübersetzen.
Sicherheitskopien anfertigen
Im Zusammenhang mit Softfonts ist zunächst jedoch nur das Programm MergePrd wichtig, denn ein korrekter Druckertreiber für die Softfonts wird vorausgesetzt und ist bei allen kommerziellen Produkten im Lieferumfang enthalten. Diesen mitgelieferten Druckertreiber gilt es jetzt, in handliche Portionen zu zerstückeln und gleichzeitig die Standard-Schriften und Einstellungen des Original-Treibers zu übernehmen. Dazu fertigt man sich sinnvollerweise zunächst eine Sicherheitskopie aller beteiligten Druckertreiber an, obwohl MergePrd diese normalerweie nicht verändert.
MergePrd meldet sich mit einer altertümlich anmutenden englischen Oberfläche:
MergePRD - Microsoft Word .PRD Merging Utility
Main Menu
1) Enter input .PRD list
2) Display the list of available fonts and font sizes
3) Print the list of available fonts and font sizes
4) Select fonts and font sizes
5) Display selected fonts and font size entries
6) Change bin support
7) Create the output .PRD file with the fonts you have selected
8) Quit program
Druckertreiber laden
Erster Schritt ist das Laden der beteiligten Druckertreiber. Dazu wählt man den Menüpunkt den ersten Menüpunkt an, indem man "1" eingibt. Daraufhin muß der Name des Druckertreibers eingegenen werden. Die Erweiterung für Druckertreiber lautet in MergePrd standmäßig ".PRD", weil in den USA alle Druckertreiber auf ".PRD" enden.
Gleichnamige Schriften werden überschrieben
Man kann beliebig viele Druckertreiber laden - bis der Speicher voll ist. Dabei muß man jedoch beachten, daß gleichnamige Schriften von MergePrd überschrieben werden und später nicht mehr korrekt ausgewählt werden können. Beinhalten zwei oder mehr treiber bspielsweise den Standardfont "Courier", so kann dieser später nur einmal gewählt werden, weil MergePrd bei der ersten Anwahl ein Pseudoattribut für den internen Schriften-Manager von Word vergibt.
Schriften anzeigen und drucken
Über die Menüpunkte "2" und "3" kann man sich alle vorhandenen Schriften ansehen beziehungsweise ausdrucken.
Schriften auswählen
Der zunächst wichtigste Menüpunkt ist "2". Er führt zu einem weiteren Menü, das Zugriff auf die Auswahl-Funktionen bietet:
Select Fonts and Font Sizes
1) Add font/size from .PRDs already entered
2) Change symbol set for font
3) Delete existing font/size entry
4) Display current font/size entries
5) Change linedraw font
Symbol-Set (2) und Lindraw-Font (5) sollte man unverändert lassen, da diese im Original-Druckertreiber normalerweise korrekt gesetzt sind.
Über "4" kann man sich die aktuellen Schriften auflisten lassen. Bedeutend wichtiger sind jedoch die Funktionen zum Hinzufügen (1) und Löschen (3) von Schriften.
Projektbezogene Treiber
Aus der Sicht des Autors, der bereits seit Jahren mit Softfonts arbeitet, ist das Löschen von Schriften hier nur für versehentlich ausgewählte Schriften zu empfehlen. Die einzelnen Druckertreiber der Softfonts, die immer nur einmal vorhanden sind, sollte man als Reservoir betrachten, aus dem man sich den projektbezogene Druckertreiber zusammenstellt. Dies bedeutet, daß man für Standard-Drucksachen einen Treiber verwendet, der nur die notwendigen Standard-Schriften beinhaltet.
Treiber über AUTOEXEC laden
Diesen Standard-Treiber lädt man am besten gleich über ein AUTOEXEC-Makro beim Starten von Word, so daß er immer vorhanden ist. Allerdings kann in jeder Textbausteindatei immer nur ein AUTOEXEC-Makro vorhanden sein. Dieses wird von Word direkt nach dem Starten ausgeführt. Die für das Laden des Druckertreibers notwendige Zeile lautet:
<Esc>DOTREIBERNAME<Return>
|
wobei für TREIBERNAME der entsprechende Dateiname einzusetzen ist.
Für einzelne Projekte, wie beispielsweise ein Handbuch oder ein Werbesprospekt, benötigt man immer nur wenige gezielte Schriften, die dann in einen speziellen Treiber zusammengefaßt werden. Dies erfolgt über Funktion "1".
Font PRD File Font Name Set
0 BODONIP Courier **
1 BODONIP Swiss II R8
2 BODONIP LinePrinter R8
3 BODONIP Swiss R8
4 BODONIP Dutch R8
5 BODONIP Prestige R8
6 BODONIP LinePrinter R8
7 BODONIP Bodoni R8
Add - Enter Font # (0-7): 3
3 BODONIP Modern i Swiss 6 8 10 12 14 18 24 32
Enter Sizes desired, separated by spaces, then press Enter
MergePrd istet im oberen Teil des Bildschirms alle verfügbaren Schriften auf. Mit "**" werden interne Schriftsets mrkiert. "R8" steht für "Roman-8", dem Zeichensatzformat der HP-Laserdrucker.
Font und Größe auswählen
Durch Eingabe der Fontziffer, die jeweils links neben dem Font notiert ist, wird der gewünschte Font ausgewählt. MergePrd listet jetzt alle Schriftgrößen auf, aus denen man sich die benötigten zusammenstellen kann. Über "ALL" werden alle größen ausgewählt. Doch auch hier sollte man vorsichtig sein: Definitiv nicht benötigte Größen sollte man erst gar nicht aufnehmen, um den Speicher unter Word nicht allzu stark zu belasten, denn Word lädt immer den kompletten Treiber in den Arbeitsspeicher.
Nachdem alle Schriften und Größen ausgewählt sind, gelangt man über die Eingabetaste bei leerer Fontziffer wieder zurück in das Ausgangsmenü.
Treiber generieren
Als letzter Arbeitsschritt muß noch der neue Druckertreiber geneiert werden. Dazu kopiert MergePrd alle Standard-Angaben des ersten Druckertreibers und fügt jeweils die Schrift-Informationen hinzu. Nach Anwahl des Menüpunktes "7" muß zunächst ein neuer Name eingegeben werden. Hier sollte man einen Namen wählen, der leicht dem zugrundeliegenden Projekt zugeordnet werden kann; beispielsweise
HANDBUCH.DBS - Handbuch
WERBEBRF.DBS - für Werbe-Serienbriefe
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Auf keinen Fall sollte man die Originaldateien überschreiben! Diese werden später sicher noch benötigt.
Druckertreiber installieren
Damit der neue Druckertreiber unter Word genutzt werden kann, muß er installiert werden. Dies geschieht in Word über den Befehl "Optionen" im Menü "Drucken". der Druckertreiber ist die erste Eingabe. Über <F1> bekommt man eine Liste der von Word gefundenen Druckertreiber, aus denen man wie gewohnt auswählen kann. Ein anschließendes <Enter> bestätigt die Auswahl und beendet den Optionen-Dialog.