Computer & Technik

Standard-Software

MS-WORD einmal ganz anders starten

Die meisten Anwender starten WORD ohne Angabe von Zusatzparameter. Dabei ließen sich mit Hilfe der integrierten Ladeoptionen eine Reihe interessanter Effekte erzielen.

/k schaltet bei Tastaturen mit 101 Tasten die separaten Cursor­tasten und die Funktionstasten <F11> und <F12> ab. Diese Option kann lebenswichtig sein, wenn Sie im Hintergrund residente Pro­gramme geladen haben. Im allgemeinen reagiert WORD nämlich recht allergiasch auf solche Störenfriede.

/l lädt automatisch beim Start den zuletzt editierten Text.

/x verhindert ein Nutzen des Expanded Memory.

/y bewirkt ein Zeilenrollen, wie es in der Version 4.0 üblich war, d.h. WORD scrollt um einen halben Bildschirm nach oben, während WORD 5.0 standardmäßig um eine Zeile verschiebt.
Interessant ist dabei, daß dieses Scrollen offenbar nur im Schreibmodus wirkt. Wird der Text nur gelesen, indem die Taste <Pfeil unten> betätigt wird, so scrollt WORD trotz der Option /y zeilenweise. Kommt der Cursor aber beim Schreiben auf das letzte Zeichen der letzten Zeile, scrollt der Bildschirm wie gewohnt um die Hälfte nach oben.

/z geben Sie ein, wenn Sie möchten, daß WORD zeilenweise scrollen soll. Diese Option ist aber eigentlich überflüssig, da es der De­faultwert unter WORD 5.0 ist.

/b ist ein komplizier Befehl, der richtig eingesetzt aber eine deut­liche Verbesserung der Arbeitsgeschwindigkeit bringen kann. Die korrekte Sytax für diese Option lautet '/b###'. Anstelle der '###' ist eine Zahl zwischen 4 und 1500 einzusetzten. WORD 5.0 richtet für die angegebene Zahl Textpuffer im Arbeits­speicher ein.
Der Vorteil liegt auf der Hand: Mehr Textpuffer bedeuten weni­ger Plattenzugriffe. Das Programm läuft also schneller.
Diese Technik birgt jedoch auch einen großen Nachteil: der Textpuffer belegt Arbeitsspeicher, der nicht mehr zur Verfügung steht. Dies wirkt sich nicht nur auf speicherresidente Pro­gramme aus, für die eventuell kein Platz mehr ist, auch auf WORD. Denn beim Sortieren oder Indizieren kann gar nicht genug Arbeitsspeicher vorhanden sein.
Man muß also ein wenig tüfteln, bis man die richtige Einstel­lung für '/b' gefunden hat  - es sei denn, man überläßt WORD die Planung der Textpuffer.





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