Computer & Technik

Clipper

Maus-Emulation

Eine Microsoft-kompatible Maus findet sich heutzutage an fast jedem PC. Clipper gehört zu den wenigen Systemen, die standardmäßig keinen Support für die Maus bieten. Sicherlich ist der Hauptgrund darin zu sehen, daß eine Maus die interne Clipper-Logik für komplexe Befehle wie beispielsweise SAY oder GET gehörig durcheinander wirbeln kann.

Clipper arbeitet grundsätzlich auf Basis von Tastatureingaben, die von den jeweiligen Funktionen ausgewertet und als Eingaben oder alternativ als Steuerzeichen interpretiert werden. Als Antwort auf ein Steuerzeichen (Cursor-Tasten) aktiviert Clipper beispielsweise das nächste GET.

Dieses Verhalten widerspricht der Logik moderner Maus-Programmierung, die davon ausgeht, daß per Mausklick jedes Dialog- oder Steuerelement aktiviert werden kann. Clipper ist dazu nicht in der Lage.

Trotzdem kann die Maus auch unter Clipper sinnvoll eingesetzt werden. Neben der normalen Programmierung, die darauf basiert, daß Mauspositionen und Buttonklicks abgetestet und interpretiert werden, kommt unter Clipper insbesondere die Emulation der Maus in Frage. Diese Technik basiert darauf, daß alle Mausbewegungen in Eingaben von Cursor-Tasten umgewandelt und die Buttons bestimmten Tasten zugeordnet werden. Es bietet sich an, den linken Button als Eingabe von <RETURN> zu interpretieren und den rechten Button mit <ESC> zu verbinden. Sollte noch ein dritter Button vorhanden sein, könnte dieser mit der Hilfetaste <F1> belegt werden.

Realisiert wird diese Emulation über die Event-Verwaltung des Maus-Interrupts. Dieser Interrupt bekommt die Adresse des Programmcodes übergeben, der die Reaktion auf die Mausereignisse steuert. Daraus folgt, daß die Emulation nach dem Programmende unbedingt abgestellt werden muß, da ansonsten der Interrupt auf eine Speicherstelle zeigt, an der kein Code mehr steht. Der Systemabsturz wäre im wahrsten Sinne des Wortes vorprogrammiert.

Da ein Programmende auch über den Absturz erfolgen kann, sollte ein entsprechender Aufruf in ERRORSYS und ALTERR eingebaut werden. Zusätzlich fügen wir dieser Bibliothek mit MAUSOFF.EXE ein Hilfsprogramm bei, daß für den Notfall den Maus-Emulator auch von der DOS-Ebene aus abschaltet.

Funktionenreferenz:


Funktion:
MAUSTEST

Syntax:
MAUSTEST()

Parameter:
keine

Rückgabe:
numerisch
Anzahl der vorgefunden Maustasten:
0 - keine Maus gefunden
2 - eine Standardmaus mit zwei Tasten
3 - eine kompatible Maus mit drei Tasten

Anwendung:

Diese Funktion prüft, ob überhaupt eine Funktion vorhanden ist. Sie sollte aufgerufen werden, bevor eine Mausfunktion aufgerufen wird.



Sachgebiet


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