Computer & Technik

Standard-Software

Makroprogrammierung in WORD

Das Haupteinsatzgebiet einer Textverarbeitung ist zweifelsohne das Schreiben von Texten. Diese Erkenntnis wundert niemanden. Bei ge­nauerem Hinsehen kommen aber recht schnell Zweifel, ob denn das Schreiben wirklich die einzige Tätigkeit im Umgang mit einer Textver­arbeitung ist. Schließlich muß in Rechnungen be­spielsweise gerechnet werden und es gilt Daten, Fakten und Adressen zusammengtragen. Viele diese Tätigkeiten haben rein gar nichts mit "Schreiben" zu tun. Schlim­mer noch, die Zusatztätig­keiten kosten oftmals mehr Zeit als die reine Texteingabe. Beson­ders lästig wird es, wenn viele einzelne Tätigkeiten häufig wieder­holt werden müssen, also Routine-Arbeiten sind. Hier er­wächst schnell der Wunsch nach Automatisierung. Schließlich ist der Rechner für Routine-Arbeiten besonders gut geeignet. Aller­dings hat die Sache einen Nachteil: Man muß dem Rechner erst einmal erklären, was er tun soll. Mit anderen Worten: Automati­sieren heißt Programmieren!

 

Programmierte Textverarbeitung

WORD 4.x/5.x für DOS verfügt über eine eigene Programmier­sprache, die in WORD für WINDOWS sogar noch erweitert wurde und nun deut­lich in Richtung BASIC tendiert. Mit der WORD-eigenen Sprache lassen sich Routine-Tätigkeiten automa­tisieren. Der Weg dazu führt über soge­nannte Makros.

Makros


Ein Makro ist eine besondere Art Textbaustein, der Ihnen hilft, die Ar­beit mit WORD zu automatisieren. Mit Hilfe von Makros kön­nen Sie den Arbeitsaufwand für komplexe oder sich wiederho­lende Aufgaben drastisch reduzieren.

Makros können Sie für verschiedene Textverarbeitungsaufgaben verwenden:

· Suchen und Ersetzen verschiedener Textelemente
· automatisches Generieren von Rechnungen oder Formularen
· Drucken mehrer Texte oder Serienbriefe
· Erstellen von Inhaltsverzeichnissen und vieles mehr.

Makros sind den Textbausteinen sehr ähnlich. Allerdings bestehen sie nicht nur aus häufig verwendeten Textabschnitten, sondern auch aus Tastenanschlägen, Befehlen und Anweisungen. Sogar das Arbeiten mit Variablen ist möglich.

Damit das so problemlos funktioniert, wie Sie als Anwender sich dies wünschen, gibt es natürlich einige Spielregeln, an die Sie sich halten müssen.

Die wichtigste Regel bei der Programmierung von Makros lautet etwas schwammig formuliert: Alles was in einem Makro-Textbau­stein nicht eindeutig als etwas anderes identifizierbar ist, wird von WORD als Tasteneingabe interpretiert.

Diese Generalklausel zeugt von der Verwandtschaft der Makros zu den Textbausteinen. Man könnte sogar noch weiter gehen und die Behauptung aufstellen, daß Textbausteine nur ein spezielles Ma­kro sind. Dann lassen sich sowohl die Wirkungsweise von Ma­kros im allgemeinen als auch das Einfügen von Textbausteinen im speziellen leichter verstehen:

Der gesamte Textbaustein besteht aus Tastenanschlägen, die un­verändert von WORD in den Text eingefügt werden. Trifft WORD bei diesem Einfügen auf bestimmte vordefinierte Be­zeichner, so wandelt WORD diese Bezeichner in spezielle Aktio­nen um. Damit wird aus dem Textbaustein ein kontrollierbares Programm - das Makro ist geboren.

Aufgerufen wird ein Makro wie ein Textbaustein über seinen Na­men. Zusätzlich können Sie den Makros spezielle Steuercodes als Bezeichner zuweisen. Damit reduziert sich der Aufwand zum Star­ten eines Makros auf maximal zwei Tastenanschläge.

Nach der Aktivierung fügt WORD das Makro exakt an der Text­stelle ein, an der der Cursor steht. Das heißt, alle im Makro fest­gelegten Aktionen finden erst ab der aktuellen Textposition statt und werden nicht wie Sie vielleicht vermuten könnten auf den ge­samten Text angewendet.





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