Das chemische Element Gold mit dem Symbol „Au“ (aus dem lat. von Aurum, das Gelbe) ist seit Urzeiten ein Maßstab für Reichtum und Macht. Etwa ab dem 600 Jh. V. Chr. wurde Gold als Zahlungsmittel in Form von Münzen verwendet.
Wo kommt den nun Gold überall vor? Das wissen wir? Sicher. In Goldminen, die irgendwo auf der Welt liegen und nur mit immensem Aufwand wirtschaftlich betrieben werden können. Augenmerk auf „wirtschaftlich“. Klar, wenn ein riesiges Unternehmen dahinter steht, dass milliardenschwer ist, müssen auch milliardenschwere Vorkommen erschlossen werden. Millionenteuere Anlagen finanziert und hunderte Mann an Personal entlohnt werden.
Aber Gold gibt es überall auf der Erde. In einigen Gebieten wird es noch wie vor 150 Jahren geschürft und das nicht zu knapp.
Aber was ist mit Deutschland? Gibt es bei uns Goldvorkommen? Bestimmt nicht, würde man meinen. Aber dem ist nicht so. Es wird nicht viel davon erzählt, dass im Mittelalter das heutige Territorium Deutschlands das zweitgrößte Goldfördergebiet war. Es gab unzählige kleine und große Bergwerke für Metalle aller Art. Auch Silber und Gold. Deutschland war ein Land der Bergleute. Beispielhaft waren die Förderungen in Thüringen und Bayern. Aber auch in anderen Regionen wurde fleißig und überaus erfolgreich das edle Metall zu Tage gebracht.
Die „guten alten“ Zeiten mögen vorbei sein. Deutschland hat sich zu einem Industrieland entwickelt, Lohnkosten sind enorm gestiegen und für 100 Euro pro Monat krabbelt kein Bergwerkler mehr durch eine Miene oder fördert im Tagebau Erze. In Südafrika mit seinen Billiglöhnen, kann ein Unternehmen es sich noch leisten, Gold zu fördern, aber in Europa erschweren die Kosten einen wirtschaftlichen Betrieb.
Diplom Geologe und Fachbereichsleiter für Bergbau und Rohstoffexploration der Berliner Firma Fugo Consult, Wolfgang Hampel vermutet allein im Freistaat Bayern Goldvorkommen von ca. 50 Tonnen.
Goldhausen bei Korbach vor im frühen Mittelalter eine richtige Goldgrube. Der Eisenberg wurde von ca. 15 Km Stollen wie ein Käse durchlöchert. Im Laufe der Zeiten wurden ca. 1.2 Tonnen Gold gefördert. Man schätzt, dass der Eisenberg noch heute etwa 10 Tonnen Gold versteckt. Bei den aktuellen Lohnkosten rentiert sich ein Abbau jedoch nicht. Es müsste schon der ganze Berg abgetragen werden.
Erfreulich für Deutschland – bei uns können Goldsucher ihre Ausbeute erhalten, was nicht in allen Ländern so ist.
Aber wo gibt es noch Gold? Im Meerwasser? Ja. Nach dem 1. Weltkrieg versuchte Fritz Haber im Auftrag der Regierung Gold aus dem Meerwasser zu gewinnen um die deutschen Reparationen zu bezahlen. Das Meerwasser beinhaltet zwar 6 Mo. Tonnen Gold, aber die geringe Konzentration und fehlende technische Lösungen mit einem gewissen Grad an Wirtschaftlichkeit lassen da in absehbarer Zeit keinen Erfolg sehen.