Perser gehören zur Rassegruppe der Langhaarkatzen. Mit einem großen bis mittelgroßen, gedrungenen Körper, der niedrig auf stämmigen, kurzen Beinen mit großen, runden Pfoten steht. Zwischen den Zehen sind Haarbüschel. Brust, Schulter und Rücken sind breit, massiv und muskulös.
Der runde Kopf sitzt auf einem kurzen, dicken Hals. Der Schädel ist kräftig und breit mit einer gewölbten Stirn und vollen Wangen. Die kleine, kurze, breite Nase muß einen Stop haben: eine Stupsnase ist unerwünscht, d.h., die Nasenspitze darf nicht höher als das untere Augenlid liegen.
Der Kiefer ist breit und kräftig, das Kinn ist gut entwickelt. Die kleinen, leicht gerundeten, mit Haarbüscheln versehenen Ohren sind niedrig am Schädel angesetzt. Die weit auseinanderliegenden Augen sind groß, rund , einheitlich gefärbt und leuchtend. Die Färbung der Augen, des Nasenspiegels und der Fußballen entspricht den verschiedenen Arten. Der am Ende leicht gerundete Schwanz ist kurz und buschig. Neben dem typischen runden Kopf und den großen runden Augen ist das extrem lange Fell der Perserkatzen rassebildendes Merkmal. Das Fell ist dicht und seidig fein.. Es bildet um die Schultern und Brust eine lange üppige Halskrause, die zwischen den Vorderbeinen in einen fülligen Latz ausläuft.
Mit Beginn der organisierten Rassekatzenzucht Anfang der 70-er Jahre des vorigen Jahrhunderts setzte in England auch die planmäßige Züchtung von Perserkatzen ein. Bis 1982 galt dann auch innerhalb der F.I.Fe. der britische Standard, der für jeden einzelnen Farbschlag eine getrennte Beschreibung mit unterschiedlicher Punktverteilung für die einzelnen Positionen des Körpers enthält. Mit der Vereinheitlichung des F.I.Fe.-Standards im Jahre 1983 wurde auch für die Perser und Colourpoints eine allgemeine Beschreibung erarbeitet, die für alle Varietäten eine einheitliche Punktaufteilung vorsieht.
1901 wurden in England, dem Mutterland der Rassekatzenzucht, neben den klassischen Perserfarben Blau und Weiß ganze siebzehn Farbschläge gezüchtet. Sie wurden in erster Linie durch genetische Rekombinationen geschaffen. Im deutschsprachigen Raum wurden Perserkatzen bis 1965 Angora genannt. Im Standard der GCCF werden sie schlicht als Langhaarkatzen bezeichnet.
Für die meisten Katzenliebhaber ist die Perser der Inbegriff einer Rassekatze. Vor allem durch ihr ruhiges und zurückhaltendes Wesen und ihr imposantes Äußeres gewann sie ständig neue Freunde. Auf Katzenausstellungen ist sie die am zahlreichsten vertretene Rasse. Obwohl ihre Fellpflege viel Zeit und Geduld fordert, gilt sie als ideale Stubenkatze, die auch auf Auslauf verzichten kann. Ihrer langen Haare überdrüssig, begannen amerikanische Züchter mit Hilfe der Perser eine kurzhaarige Variante unter der Rassebezeichnung Exotic Kurzhaar zu züchten. Eine Perser war auch die Urahnin der Ragdoll und die Farbpalette der Britisch Kurzhaar wird noch heute durch Einkreuzungen von Perserkatzen erweitert.