Computer & Technik
Standard-Software
Aufbau der MS-Word DBS-Datei
Die DBS-Datei hat einen festgelegten Aufbau. Die wesentlichen Bestandteile sind:
Dateikopf
- Der Dateikopf (Header). In ihm werden die Hardwarekomponenten des Druckers und die verwendete Druckerschnittstelle beschrieben.
Schriftartenbeschreibung
- Die Schriftartenbeschreibung (Font Description). In diesem Abschnitt wird jede Schriftart und die dafür verfügbaren Schriftgrade einzeln beschrieben.
Zeichenbreitentabelle
- Die Zeichenbreitentabelle (Character Width Table = CWT). Hier ist die Breite der einzelnen Zeichen bei Proportionalschriften festgelegt.
Zeichenkonvertierungstabelle
- Die Zeichenkonvertierungstabelle (Character Translation Table = CTT). Hier ist festgelegt, wie Zeichen, die im Zeichensatz eines Druckers fehlen, mit Hilfe vorhandener Zeichen verschlüsselt werden können.
Druckersteuerungsbefehlsbeschreibungen
- Die Druckersteuerungsbefehlsbeschreibungen (Printer Control Sequence Description = PCSD). Hier werden die Steuercodes beschrieben, die für die Auszeichnung, die Festlegung von Rändern und die Steuerung des Einzelblatteinzugs erforderlich sind.
Um die konvertierte DBS-Datei an den aktuellen Drucker anzupassen, muß man nicht unbedingt alle fünf Abschnitte der Datei ändern. Man kann sich auf die interessierenden Teile beschränken.
Einheit für Zeichenbreiten
Für Proportionalschriften sind alle Zeichenbreiten in einer Zeichenbreitentabelle (CWT) eingetragen. im Abschnitt "Font Description" der DBS-Datei kann man dann mit Hilfe von Hinweisadressen auf die entsprechende CWT verweisen. Bei Schriftarten mit fester Breite ist die Zeichenbreite immer im Feld "Wtps" im Abschnitt "Font Description" einzutragen. "Wtps" steht für "Zeichenbreite in 1/20 Punkt". Diese Maßeinheit heißt unter Word "twip" und entspricht 1/20 Punkt oder 1/1440 Zoll, wobei ein Punkt mit 1/72 Zoll gerechnet wird. Wenn nicht anders festgelegt, sind die Maßte immer in "twips" anzugeben. Die Ausnahme bilden lediglich Laserdrucker, bei denen die Maße in Hunderstel Zoll anzugeben sind. Üblicherweise rechnet man auf Laserdruckern aber ohnehin mit 1/300 Zoll (entspricht 300 dpi).
Steuerzeichen eingeben
Steuercodes für den Drucker stehen in den Abschnitten "Font Description" und "Printer Control Sequence Description (PCSD). Sie werden gewöhnlich über "mod" für "Modifikation" eingeleitet, wobei dieses Schlüsselwort in beiden Abschnitten jedoch unterschiedliche Zwecke erfüllt.
Die Steuercodes nach "mod" müssen in Anführungszeichen stehen, wobei sich jedoch ein Problem ergibt: Da in der DBS-Datei Ctrl-Sequenzen und Steuercodes mit ASCII-Werten kelienr 32 nicht erlaubt sind, benötigen sie ein Einleitungszeichen.
Ctrl-Codes
Das Einleitungszeichen lautet "^" und signalisiert, daß das folgende Zeichen als Steuerzeichen an den Drucker gesendet wird. Um beispielsweise "Ctrl-P" an den Drucker zu senden, muß man folglich "^P" eintragen.
Codes kleiner 32
Steuercodes kleiner 32 müsen gesondert umgerechnet werden, indem zu dem Dezimalwert des Zeichens 64 hinzuaddiert wird. Wenn man es nicht auswendig weiß, muß man das zugehörige Zeichen in einer ASCII-Tabelle nachschlagen und eintragen. Für das häufig benötigte Escape-Zeichen ergibt sich:
Der verknüpfte Steuercode "Escape-A" lautet dann: "^[A".
Code größer 128
Einige neuere Drucker arbeiten mit Steuercodes zwischen 128 und 159. Um diese Steuercodes in der DBS-Datei verwenden zu können, müssen sie in Oktalschreibweise dargestellt werden. Das Einleitungszeichen hierfür lautet "^0". Darauf folgt der Oktalwert. Für den Dezimalwert 154 ergibt sich beispielsweise 232. Die Steueranweisung ist dennach so zu schreiben:
"^0232 "
Wichtig ist da Leerzeichen hinter dem Oktalcode, das zwingend erforderlich ist.